13Jul

Berlin: 18.Juli Demo nach brutalem Naziübergriff

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Am frühen Sonntagmorgen (12.7.) verletzten vier Neonazis einen 22jähirgen Neuköllner am S-Bhf. Frankfurter Allee lebensgefährlich. Die Neonazis pöbelten willkürlich Passanten an, die sich im Gang zwischen S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee befanden. Schlugen und traten um sich. Bis sie letztlich in dem 22-jährigen linken Jugendlichen, der auf dem Weg zur S-Bahn war, ihr Opfer fanden. Auf diesen prügelten die vier Männer so lange ein, bis er das Bewusstsein verlor.
Aus diesem Anlass wird am kommenden Samstag (18. Juli 2009 | 18.00 Uhr | Bersarin Platz) eine große Bündnis-Demonstration gegen Nazi-Terror in Friedrichshain geben.

desweiteren dokumentieren wir den Aufrufe zur Demo

12.07.2009: Am frühen Sonntagmorgen verletzten vier Neonazis einen 22jähirgen Neuköllner am S-Bhf. Frankfurter Allee lebensgefährlich. Die vier Täter waren kurz vorher schon aufgefallen als sie eine verbale und tätliche Auseinandersetzung mit zehn Jugendlichen, die alternativ gekleidet waren, suchten. Die Jugendlichen konnten sich wehren und gefahrlos entfernen. Danach pöbelten die Neonazis willkürlich Passanten an, die sich im Gang zwischen S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee befanden. Schlugen und traten um sich. Bis sie letztlich in dem 22-jährigen linken Jugendlichen, der auf dem Weg zur S-Bahn war, ihr Opfer fanden. Auf diesen prügelten die vier Männer so lange ein, bis er das Bewusstsein verlor. Einer der Neonazis zog den wehrlosen Neuköllner dann auf den Gehweg, legte ihn mit dem Gesicht nach unten ab und trat mit dem rechten Fuß auf dessen Hinterkopf. Die Berliner Polizei meldete, dass der 22-jährige mit einem Jochbeinbruch, schweren Prellungen und Hirnblutungen in ein Krankenhaus kam. Die Täter wurden festgenommen.

Ein Wochenende in der „Weltstadt“
Dieser grausame Übergriff reiht sich in eine schaurige Statistik rechter Gewalt in Berlin ein. So wurden erst Freitag in Spandau zwei Menschen durch Neonazis aus rassistischen Gründen so schwer mit Messern verletzt, dass sie ins Krankenhaus mussten. Am Samstagabend wurde in Hellersdorf ein 46 Jahre alter Mann wegen seiner Hautfarbe rassistisch beleidigt und ihm eine Bierflasche gegen den Kopf geschlagen.

Mörderische Tradition
Besonders der S-Bahnhof Frankfurter Allee hat traurige Berühmtheit als Schauplatz unzähliger rechter Übergriffe. Meist ist es das Publikum der Großraumdisko Jeton, die auf dem Nachhauseweg Streit mit dem alternativen Friedrichshain sucht. Letztes Jahr im März kam es hier zu einem versuchten Mord. Eine Rassistin stieß einen Migranten auf die S-Bahn Gleise. Der Mann wurde durch Passanten aus dem Gleisbett gerettet, die Frau wurde zu 3,5 Jahren Haft verurteilt. Die Ecke ist außerdem durch den Mord an dem Hausbesetzer Silvio Meier vorbelastet. Er wurde 1992 von Neonazis mit Messerstichen am U-Bhf. Samariterstraße umgebracht - an ihn erinnern Antifas jedes Jahr im November und mit einer Gedenktafel.

Verantwortung übernehmen
Man kann nicht die Augen davor verschließen, dass auch hier, im als alternativ geltenden Friedrichshain, Neonazis immer wieder zuschlagen. Man kann sich auch nicht darauf verlassen, dass andere die Probleme lösen. So haben die Verbote von rechten Gruppierungen in den letzten Jahren nichts an den nächtlichen Ausflügen der selbsternannten „Rächer für Nation und Rasse“ geändert.
Die Forderung nach solchen Angriffen kann nicht lauten „Mehr Kameras! Mehr Polizei! Ausgangssperre! Mehr Bewaffnung für alle“. Vielmehr entscheiden wir im sozialen Miteinander was aus diesem Stadtbezirk wird. 250.000 Friedrichshainer und Kreuzberger werden das doch wohl hinkriegen.
Die Clubs und Bars, die rechte Sprüche und Symbole dulden; die Passanten die geduckt an pöbelnden Gruppen vorbeilaufen und hoffen nicht selbst Opfer zu werden; die Autos die widerspruchslos schnell vorbeirauschen; die Gewerbetreibenden, die ängstlich hinter ihren Scheiben in die Nacht starren und die vielen Partygäste, die hier jede Nacht unterwegs sind. Sie müssen ihre Verantwortung wahrnehmen. Hinschauen, Eingreifen, Helfen!

http://www.antifa-fh.de.vu/

… In unseren Gedanken sind wir bei dir!

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08Jun

Nordwestmecklenburg hat gewählt - 3,3% für NPD

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In dem neu gewählten Kreistag Nordwestmecklenburgs wird die NPD mit 2 Sitzen vertreten sein. Neben dem Fahrer und Personenschützer der NPD-Landtagsfraktion David Bötcher, wird der mehrfach vorbestrafte Neonazi Sven Krüger im Kreistag sitzen. Einen weiteren Abgeordneten konnte die NPD in der Gemeinde Neukloster mit 3,5% positionieren, dort konnte Markus Koplow 198 Stimmen auf sich ziehen. Auch wenn die NPD Landesweit mit 3,2% unter der psychologisch wichtigen 5% Hürde blieb, so ist sie zukünftig mit 26 Abgeordneten in den Kommunalen Parlamenten vertreten und wird von dort auch weiter versuchen ihre rassistische und menschenverachtende Positionen den Bürgern nahe zubringen.

Eine genauere Analyse über die Wahl, Wahlkampf und zukünftige Parlamentarische Arbeit der NPD wird die nächsten Tage hier folgen.

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21May

„Mach den Scheiß aus! – Kategorie C das Mikro klauen!“

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Erfolgreiche Mobi-Veranstaltung im Infocafé „Theorie, Kritik und Cola?“

Unter dem Motto „Mach den Scheiß aus! – Kategorie C das Mikro klauen!“ organisierte die  Antifa-Wismar zum 19. Mai eine Infoveranstaltung im Rahmen des Infocafés „Theorie, Kritik und Cola?“.
Ziel war es über die Hintergründe der Nazi-Hooligan Band „Kategorie C“, den damit verbundenen Nazistrukturen und der Antifa-Demo am 30. Mai in Rostock zu informieren.

Trotz der kurzen Vorankündigung der Infoveranstaltung folgten ca. 25 Teilnehmer_innen dem Aufruf, um sich ein besseres Bild über die vermeintlich unpolitische Band zu verschaffen.
Die Referent_innen gingen nicht nur auf den Werdegang der Band, sondern auch auf die einzelnen Bandmitglieder, deren Projekte und politische Aktivitäten ein. Hinzu kamen aktuelle Informationen über die „KC“-Konzertvorbereitungen, den Verknüpfungen zu rostocker Neonazis und den Stand der geplanten Antifa-Demo und anderen Möglichkeiten um eben dieses Neonazi-Konzert zu verhindern.
Allen Besucher_innen wurde hierbei schnell klar, das der Hintergrund der Antifa-Demo umfangreicher und ernst zunehmender ist, als den meisten bisher ersichtlich. Dieser Meinung war gewiss auch die MAEX (Mobile Aufklärung Extremisus) die vor und während des Vortrages sich die Arbeitszeit vor dem Haus absassen.

30. Mai 2009,  Antifa-Demo „Mach den Scheiß aus! – Kategorie C das Mikro klauen!“

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17May

Homophobie bekämpfen - für eine Gesellschaft frei von Mustern und Zwängen!

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Es ist der 17. Mai 1990 - Homosexualität wird durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von der Liste der geistigen Krankheiten gestrichen.

19 Jahre danach - in vielen Ländern demonstrieren Menschen, veranstalten Kundgebungen, Ausstellungen, Debatten und eine Vielzahl anderer kreativer Aktionen um erneut einem Thema Gehör zu verschaffen: Homophobie.

Ziel des „Internationalen Tages gegen Homophobie“ ist es, die bis dato erkämpften Erfolge zu feiern und parallel weiteren Raum für notwendige Diskussionen und die damit verbun- denen Verbesserungen zu schaffen. Es reicht nicht aus, dass Homosexualität rein medizinisch nicht mehr als Krankheit gesehen wird und Menschen mit einer von der Masse abweichenden „sexuellen Identität“ durch Gesetzgebungen wie des „Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz“ vermeintlich geschützt, jedoch zeitgleich beschimpft, ausgegrenzt und in den Selbstmord getrieben werden.

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14May

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 30. Mai in Rostock!

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    KC ain´t no sunshine band!

 
Hooligans, Nazis, Rassisten – wollen sich am 30. Mai zu einem Konzert der Bremer Band Kategorie C treffen. Bereits das dritte Jahr in Folge planen Rostocker Neonazis ein Event für mehrere hunderte rechtsoffene, gewaltbereite Besucher_innen. Der Kreis der Organisator_innen liest sich wie ein who is who der Rostocker Neonaziszene.

Erstmals 2007 organisierte der damalige Hamburger Lars Jacobs mit seiner Firma „Nationale Medien Norddeutschland“ das Konzert in der Rostocker Innenstadt, dieses musste jedoch aufgrund antifaschistischer Aufklärungsarbeit in eine Scheune im Umland verlegt werden. Damals fungierte der bekannte Kader Christian Worch als Schleuser. In der Hansestadt fiel Jacobs bis dato durch das Anmelden diverser Aufmärsche sowie durch seine Aktivitäten bei der Kameradschaft Aktionsgruppe Festungsstadt Rostock [AGR] auf. Bundesweit trat er darüber hinaus als Anmelder des Großaufmarsches um den Volkstrauertag in Halbe (bei Berlin) in Erscheinung.
Im darauf folgenden Jahr übernahm der Rostocker Kameradschaftler Martin Krause die Organisation des KC-Konzertes. Jüngst betätigte sich der vorbestrafte, rechtsradikale Liedermacher Krause mehrfach als Veranstalter von Rechtsrock-Konzerten. So organisierte er beispielsweise am 15. November 2008 ein Konzert im Rostocker Hansaviertel, welches von der Polizei aufgelöst wurde. Mit von der Partie waren Szenebands wie Sturmwehr und die Liebenfelskapelle, sowie weitere neonazistische Rockbands. Der Nazibarde organisiert jedoch nicht nur solche Events, sondern tritt auch selbst bei Parteiveranstaltungen, Aufmärschen und Liederabenden auf. Seit der Landtagswahl 2006 engagiert Krause sich zunehmend auch für die NPD; so fungiert er beispielsweise während der diesjährigen Kommunalwahl am 07. Juni 2009 als Vertrauensperson für sie im Rostocker Wahlausschuss. Außerdem ist er bereits mehrfach durch Störungen öffentlicher Veranstaltungen über die rechte Szene aufgefallen. Zuletzt versuchten er und weitere Neonazis einen Infoabend mit der engagierten Journalistin Andrea Röpke zu sprengen.
Neu in diesem Jahr ist, dass der Verkauf der Karten im rechten Szeneladen „Dickkoepp“ stattfindet. Betreiber des Ladens ist Krauses alter Weggefährte und NPD-Abgeordneter Birger Lüssow, dessen Bürgerbüro sich im selben Gebäude befindet. Als Gegenleistung für den Kartenverkauf wird Lüssow wahrscheinlich wieder einen Merchandisestand auf dem Konzert stellen dürfen. So wird ganz nebenbei ein nicht unbeträchtlicher Gewinn erzielt, der letztlich in die Neonaziszene fließt und für menschenverachtende Propaganda und zur Stärkung der lokalen, rechten Strukturen eingesetzt wird.

Wir werden nicht tatenlos mit ansehen, dass Rostocker Neonazis wie Martin Krause einmal mehr versuchen, mit dem geplanten Kategorie C-Konzert eine rechte Eventkultur in der Region zu etablieren! Rechtsrock-Konzerte sind fester Bestandteil des neonazistischen Lifestyles. Sie dienen Jugendlichen oft als Einstieg in die Neonaziszene. Deshalb muss alles unternommen werden, um solche Konzerte zu verhindern!
Daher rufen wir am 30. Mai zu einer Demonstration gegen das geplante Kategorie C-Konzert auf! Geht mit uns auf die Straße und schreit: „Macht den Scheiß aus!“ – Kategorie C das Mikro klauen.“

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03May

“Einwohner wehren sich gegen NPD-Plakate!”

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Anbei Dokumentieren wir einen Artikel der Schweriner Volkszeitung vom 2.05.09.

 

Einwohner wehren sich gegen NPD-Plakate

MÜHLEN EICHSEN/DASSOW - Von einer ziemlich kurzen Haltbarkeitsdauer sind Wahlplakate der NPD in Nordwestmecklenburg. Denn couragierte Einwohner nehmen die Rechtsextremen mehr als ihnen lieb sein dürfte beim Wort und folgen der Parole “Wehrt Euch!”. Ergebnis: Vermutlich Dorfbewohner holen NPD-Wahlplakate von Straßenlaternen, zertreten und zerschneiden sie. Sie nehmen dafür gar eine Anzeige in Kauf - sollten sie erwischt werden. 

In Mühlen Eichsen musste inzwischen ein Gemeindearbeiter losziehen. Er sammelte die Plakat-Reste von Fußwegen auf und steckte sie in einen Müllsack. Wenn die NPD die Reste haben wolle, könne sie diese in dem Ort abholen, meinte er. 

“Es gab bereits einige Aufregung in Orten und Entsetzen über die Menge der Plakate”, sagte Kreis-Pressesprecherin Petra Rappen. Nach ihren Angaben können Kommunen in Satzungen festlegen, wo und in welcher Anzahl in Kommunen plakatiert werden darf und wo nicht. 

 

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24Mar

1 Mai Neubrandenburg

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Anbei dokumentieren wie einen ersten Aufruf der Antifa Offensive Neubrandenburg [AONB] zu Aktivitäten gegen den NPD-Aufmarsch am 1 Mai in Neubrandenburg.

Der 1. Mai in Neubrandenburg ist für Neonazis erfahrungsgemäß ein guter Demotag – mit Mobilisierungsergebnissen über der Norm, einer seit Jahren stagnierenden bzw. rückläufigen Zahl an Gegendemonstranten und einem massiven Polizeiaufgebot, das fast immer einen reibungslosen Ablauf für die Neonazis gewährleistet.

Die vergangenen Naziaufmärsche insgesamt haben gezeigt, in welcher Liga die Vier-Tore-Stadt mittlerweile spielt, wenn es um antifaschistischen Widerstand geht. Ein Großteil der Neubrandenburger_innen scheint nur wenig betroffen von dem braunen Ungeist zu sein, der die Stadt alljährlich heimsucht. Die Mobilisierungserfolge sind in die Durchschnittlichkeit abgerutscht, Gleichgültigkeit regiert in allen Stadtvierteln jenseits der Route.

Im vergangenen Jahr sorgte lediglich eine von Neubrandenburger Jugendlichen angemeldete Demonstration dafür, dass überhaupt Protest auf die Straße getragen werden konnte. Das so genannte Bürgerbündnis „Neubrandenburg bleibt bunt“ beschränkte seine Teilnahme auf das Anbringen alter, bunter Bilder an den Straßenlaternen entlang der Nazi-Route. Das Engagement der jungen Antifaschist_innen wurde begrüßt und gelobt, eine wirksame und nachhaltige Zusammenarbeit blieb jedoch aus.

In diesem Jahr könnte dann alles wie immer laufen: ab 10 Uhr möchte ein Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien (exklusive CDU und FDP) und Vereinen vom Rathaus bzw. vom Bahnhof in den Reitbahnweg wandern und die traditionelle 1.-Mai-Demo mit dem antifaschistischen Anliegen verbinden. So weit so gut. Doch glaubt man seitens der Anmelder_innen ernsthaft, so dem Naziproblem Neubrandenburgs wirksam begegnen zu können? Sind die Ergebnisse der Landtagswahlen 2006, bei denen die NPD im gesamten Stadtgebiet über 6 Prozent erzielen Konnte, schon vergessen (hier und hier)? Auch Bürger_innen dieser Stadt ist es folglich zu „verdanken“, dass derzeit sechs Neonazis im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ihr Unwesen treiben und gezielt versuchen, über parlamentarische Anfragen zivilgesellschaftliche Projekte auszuspionieren und ein Podium im Blick breiter Öffentlichkeit zu bekommen. Müssten ob der im Juni anstehenden Kommunalwahlen nicht alle Alarmglocken der „demokratischen“ Parteien läuten? Ist ein Strategiewechsel nicht längst überfällig?

Wenn nichts passiert in dieser Stadt… wenn die bestehenden Bündnisse nicht ausgebaut und (oder wieder) aktiviert werden, bleiben die Proteste nichts weiter als Reflexe des schlechten Gewissens; nicht mehr als symbolische Gesten für die Medien und ein Bienchen bei der demokratischen Pflichtübung „gegen Rechts“. Ein Demonstrationszug mit bunten Transparenten, klein aber entschlossen auf einer einsamen Bundesstraße – ein wichtiger Anfang aber noch lange nicht genug!

Dabei geht es nicht um Szenespalterei in den „bösen Schwarzen Block“ und die „langweiligen Bürger_innen“, sondern um eine neue Art des Protests. Positivbeispiele aus anderen Städten zeigen, dass es möglich ist sich entschlossen gegen Nazi-Aufmärsche zur Wehr zu setzen. Jede Form der Gegenwehr ist dabei zu begrüßen. Neben der Teilnahme an einer der Demonstrationen ist es wichtig, dass in Neubrandenburg endlich Stellung bezogen wird – über Parteigrenzen hinweg: durch Vereine, Schulen, Firmen – engagiert & couragiert!. Mit kreativen, bunten und ungewöhnlichen Aktionen muss Öffentlichkeit für das verdrängte Problem rechter Gewalt und Gesinnung in unserer Stadt gewonnen werden. Mit dezentralen Protesten jeder Art müssen wir Neubrandenburger_innen zeigen, dass Nazis keinen Platz in unserer Stadt haben.

Soziale Gerechtigkeit kann nicht über Ausschluss, sondern nur durch Teilnahme aller Menschen erzielt werden. Unsere Kritik an den bestehenden Verhältnissen geht mit der kategorischen Ablehnung nationalistischen, rassistischen und antisemitischen Gedankengutes einher. Naziaufmärsche hinzunehmen und nur „Zeichen zu setzen“ ist nicht unsere Absicht, den rechten Alltag in Mecklenburg – Vorpommern zu bekämpfen und durch breite Gegenwehr zu verhindern ist unser Ziel.

Wir alle sind dafür verantwortlich, wenn Neonazis durch unsere Stadt marschieren wollen und wir alle sind dafür verantwortlich, wenn dies zugelassen wird!

Kein Naziaufmarsch in Neubrandenburg! Weder am 1. Mai, noch sonstwann!

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20Mar

Where is my fuckin’ Happiness?

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Aufruf zum antikapitalistischen Block auf der Demonstration “Wir zahlen nicht für eure Krise!” am 28. März 2009 in Berlin. 12 Uhr. Rotes Rathaus

Aufruf wird unterstützt von: Antifaschistische Aktion Bernau, Antifaschistische Schüler_innen Vernetzung (Berlin), Antifa Jugendaktion Kreuzberg (Berlin), Autonome Neuköllner Antifa (Berlin), Emanzipative Antifaschistische Gruppe (Berlin), Fast Forward (Hannover), Redical M (Göttingen) und TOP B3RLIN.

Tony Soprano, fiktiver Mafiaboss aus suburbia, wird von Panikattacken geplagt und kann seinen Job nur mit Hilfe von Prozac und Psychotherapie erledigen. Denn das erhoffte Glück stellt sich auch mit Haus, Frau und Kindern nicht ein. In einer Sitzung sagt er seiner Therapeutin: „Ich habe gestern im history channel gesehen, dass wir die einzige Nation sind, die das Glück in der Verfassung garantiert. But Where is my fuckin´ happiness?!“ Die Antwort der Therapeutin fällt ebenso richtig wie staatstragend aus: verfassungsmäßig verbrieft ist nur das Streben nach Glück, nicht das Glück selbst.
Der Antibürger Soprano ist hier ganz der Staatsbürger ­ auch wenn er bürgerliche Verkehrsformen sonst außer Acht lässt. In der Krise appelliert er an den Staat und will von ihm sein Glück bekommen. Erfüllen wird sich dieses Versprechen bekanntlich nie. Indem Staaten das Streben nach Glück in die Form kapitalistischer Konkurrenz bannen, sorgen sie allein dafür, dass das Hamsterrad nie stillsteht. Die zur Hoffnung verdammten und doch permanent frustrierten Bürger drängen wieder und wieder zur Anrufung des Staats. Er soll wirkliches Glück herbeiführen, während seine rechtlichen Garantien die Voraussetzung des kapitalistischen Hauens und Stechens sind.

Der ideologische Reflex, der in der staatlichen Kontrolle der Finanzmärkte einen Sieg des Politischen sieht, ist in eben dieser verzweifelten Konstellation zu Hause. Nach dieser Vorstellung verselbständigte sich der Finanzsektor rücksichtslos gegen das Gemeinwohl und die Realwirtschaft, unterstützt von einem Staat, der lange verblendet war vom Dogma des ‘Neoliberalismus’. Die Verantwortungslosigkeit und Profitgier einzelner Manager taten nach dieser Vorstellung ihr Übriges. Jetzt dagegen komme der Staat seiner eigentlichen Aufgabe nach, der Sorge fürs Gemeinwohl. Das nährt die Hoffnung und lässt beinahe zur Siegesfeier rüsten. Dieser ideologischen Wahrnehmung kommt der populistische Tonfall der Parteien entgegen, denen wie Schuppen von den Augen fällt, was zu tun ist: Managergehälter begrenzen, Provisionen kürzen und an die Gemeinwohlverpflichtung der Unternehmen appellieren, gemeinsam mit den Kirchen die Todsünde der Gier verurteilen und Regeln für die Finanzmärkte aufstellen.

Der Fehler ist dabei ein doppelter: Weder ist das Finanzkapital schädlich fürs Gemeinwohl, noch dient das Gemeinwohl dem Wohl der Menschen. Der als Finanzkapital verschriene Finanzsektor dient der flexiblen und damit beschleunigten Reproduktion des Kapitalverhältnisses. Er sorgt schlicht dafür, dass ungebundenes Kapital dorthin gelangt, wo es sich am besten verwerten kann. Das Wissen der Investmentbanken verschärft den Konkurrenzdruck der Einzelkapitale und erhöht damit die Produktivität im Weltmaßstab, da den Einzelkapitalen Liquidität entzogen wird, die unterdurchschnittlich produktiv sind. Der Finanzsektor ist nicht mehr und nicht weniger als der Verstärker des Weltmarkts. Und ebenso falsch wie die Verdammung des Finanzkapitals ist die Trennung von Realwirtschaft und ,fiktiver‘ Kreditwirtschaft. Jede Produktion von Waren ist Spekulation, jede Produktion hofft auf ein künftiges, zahlungskräftiges Bedürfnis und hat sich in der Zirkulationssphäre zu bewähren. Die konkurrierenden Produzenten produzieren für einen künftigen und unbekannten Markt. So wird insgesamt stets mehr produziert, als die beschränkte Nachfrage absorbieren kann. Was bleibt, ist die Wette auf den Zufall: dass gerade das eigene Produkt einen Abnehmer finde. In der Produktion für den Markt statt nach gesellschaftlicher Planung sind Krisen vorprogrammiert. Es gibt niemanden, der für die Krise verantwortlich ist, aber viele, für die das Leben noch beschissener werden wird.

Gegen den in Deutschland verbreiteten Ruf nach dem starken Staat, dessen vermeintliche Aufgabe es sei, die Souveränität des Volks gegen das Kapital zu sichern, ist daran zu erinnern: er macht genau das, was er als ideeller Gesamtkapitalist zu tun hat. In seiner Zwecksetzung ist er lange nicht so frei, wie der autoritätssüchtige Deutsche ihn gerne hätte. Sowohl Rettung als auch Regulierung des Finanzsektors sind notwendig, um die Reproduktionsbedingungen des Gesamtkapitals wieder herzustellen. Auf Opel kann Deutschland zur Not verzichten, auf funktionierende Banken nicht. Weder wird mit der verstärkten Regulierung des Finanzsektors demokratische Kontrolle über diesen hergestellt, noch vertritt der Staat einseitig die Interessen des Finanzkapitals oder der Exportwirtschaft. Indem er betriebswirtschaftlich sinnlose Bürgschaften und Darlehen gewährt, setzt er die Regeln des Markts punktuell außer Kraft. Der Staat stellt sich jedoch über den Markt, um ihn wieder herzustellen, nicht um seine Agenten zu maßregeln. Er nimmt die angezählten Banken unter seine Fittiche, um sie später wieder auf den Markt zu schicken, auf dem sie den Standort erneut mit Geld versorgen sollen. Der Staat ist nicht zu kritisieren, weil er die Krise schlecht verwaltet, sondern weil er immer noch da ist.

Denn es ist der Staat, der mit seinem Gewaltmonopol verhindert, dass der gesellschaftliche Reichtum den Produzenten zu Gute kommt: der eine Gesellschaftsordnung garantiert, die sich durch Konkurrenzzwang und Verselbständigung der Gesetze der Warenproduktion auszeichnet, der also immer, überall und notwendig gegen die Interessen der Menschen da ist. Jede Sorge um die Verbesserung Deutschlands ist eine Parteinahme gegen die Menschen ­ hier und erst recht anderswo. Jede Forderung auf das Gemeinwohl oder die Binnennachfrage und jede soziale Befriedung durch Almosen ist ebenso gegen die Menschen gerichtet, wie die Losung, Misswirtschaft und Gier seien für die Krise ursächlich, eine Lüge ist.

Wir fordern nichts – denn uns geht es ums Ganze.

28.03.2009 // 12 Uhr // Rotes Rathaus (Berlin)

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08Jan

DEMO gegen den Greifswalder Thor Steinar Laden

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Anbei dokumentieren wir einen Aufruf der Antifaschistischen Aktion Greifswald (AAG) zu einer Demo gegen einen örtlichen Laden der Thor Steinar verkauft.

Keine Geschäfte mit Neonazis! Tu Wat gegen Thor Steinar und rechten Lifestyle

Unauffällig sieht er aus, der kleine Laden am Südbahnhof mit dem Namen „Fashion Store“. Doch neben bekannten Sport- und Freizeitklamotten vertreibt Mandy Constanze Schöndorf hier auch Kleidung von THOR STEINAR, die derzeit beliebteste Modemarke von Rechten und Neonazis. Nachdem Mandy C. Schöndorf ihren ersten Thor Steinar Laden in der Innenstadt vor einem Jahr schließen musste, versucht sie es nun erneut – diesmal in unmittelbarer Nähe zu Greifswalds Plattenbaugebieten.

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08Jan

Lob der Unberechenbarkeit

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Anbei dokumentieren wir ein Flugblatt der Gruppe exIL (ex-Infoladengruppe Würzburg) zur aktuellen Situation in Unterfranken und ihrer nun anstehender antirepressions Arbeit.

 

Lob der Unberechenbarkeit

Zu den „Krawallen“ am 13.12.2008

Im Anfang ist der Schrei. Wir schreien. Wenn wir schreiben oder lesen, vergessen wir schnell, dass im Anfang nicht das Wort ist, sondern der Schrei. Angesichts der Verstümmelung des menschlichen Lebens durch den Kapitalismus, ein Schrei der Trauer, ein Schrei des Entsetzens, ein Schrei des Zorns, ein Schrei der Verweigerung: NEIN.
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